US-Funkamateure beim Hurrikan „HARVEY“ in Bereitschaft

Harvey von ISS DateienDie Funkamateure des „Amateur Radio Emergency Service (ARES)“ wurden angewiesen, während des Hurrikan „ Harvey“ zunächst zu Hause zu bleiben und sich um ihre Familien zu sorgen. Die Sicherheit ihrer Familien habe oberste Priorität.

 

 

 

 

 

 

 

Erfreulicherweise haben der Sturm und die nachfolgenden Überschwemmungen weiter Landstriche in Texas, entgegen erster Befürchtungen, keinen gravierenden Einfluss auf die öffentlichen und behördlichen Kommunikationsnetze in den digitalen 800 MHz-Bereichen gehabt. Bei einem Ausfall oder Zusammenbruch dieses Netzes hätten die Funkamateure mit ihrem dichten Netz der analogen Relaisstationen die notwendigen Kommunikationen ergänzen können. Die Notrufnummer 911 funktionierte einwandfrei.

Das gesamte Telekommunikationsnetz ist nach den Erfahrungen aus den vorhergehenden Wirbelstürmen stark verbessert ausgebaut worden. Die Telefonanbieter haben ihren Kunden kostenfrei die Netze zur Verfügung gestellt. Zurzeit ist auch die freiwillige Hilfe von Funkamateuren außerhalb des Katastrophengebietes nicht erforderlich. Die Amateurfunksektionen in Nord- und Westtexas, in Oklahoma und Arkansas sowie aus Mexiko haben ihre Unterstützung zugesagt, wenn sie erforderlich wird.

Über 30 Funkamateure der ARES haben in verschiedenen Zentren des Roten Kreuzes während der intensiven Phase des Sturmes Verbindungen zur örtlichen Einsatzleitung hergestellt. Nach Abschwächung des Sturmes sind sie nun in Bereitschaft. Auch auf Kurzwelle wurden Funknetze sofort aktiviert. Auf dem 60m-Band, das für solche Einsätze prädestiniert ist, war auf 5330,5 kHz der „Military Auxiliary Radio Service (MARS)“, in dem viele Funkamateure organisiert sind, aktiv. Auf 14.265 MHz lief das Funknetzt des „Salvation Team Emergency Radio Network (SATERN)“.

Die Amateurfunknetze werden nun eine Basis für Sammelmeldungen aller Art sein, die sonst die offiziellen Einsatzstellen belasten würden. Der Kontakt zu den jeweiligen örtlichen Einsatzleitern ist gegeben. Die Beteiligung in den Netzen ist auch von zu Hause aus möglich, darauf wurde nochmals besonders durch den Koordinator der Amateurfunktätigkeiten hingewiesen. Wegen des Sturmes bleibt das „NASA Johnson Space Center (JSC)“ bis zum 5. September geschlossen. Ein Bereitschaftsdienst bereitete die Rückkehr der ISS –Besatzung Peggy Whitson (KC5ZTD), Jack Fischer (K2FSH) und Fyodor Yurchikin (RN3FI) am ersten Wochenende im September vor.