1. Mai-Aktion Justus Liebig Museum + Mathematikum

DL2ZBR Mai1IMG 4267 Justus Liebig Museum

Wie schon die letzten Male haben sich Hein, DF6HF, und Rainer, DF1FRW, etwas Besonderes einfallen lassen. Mit der Bahn ging es nach Gießen. Unser erster Stopp war das Justus Liebig Museum nicht weit vom Bahnhof entfernt.

Hier wartete eine exklusive Führung auf uns. Nachdem dem Herr Professor Dr. O. Walz sich einen Überblick über unsere Interessen und Sachkunde verschafft hatte, begann er mit einem geschichtlichen Abriss der Universitätsgeschichte eingebettet in die Geschichte Hessens. Dies sollte uns auf die nächsten dreieinhalb Stunden Führung vorbereiten.

 

In jedem der folgenden Räume wurden wir umfassend und hintergrundreich informiert. Wieviel Wissenschafts- und Geistesgeschichte in den kleinen Räumen steckt, erschließt sich wirklich nur mit einer so hervorragenden und sich Zeit nehmenden Führung. Man kann nur dringend raten, sich eine solche zu gönnen.

Der Wirkungskreis von Liebig und seinen Schülern ist eine Wurzel der wissenschaftlichen Chemie, revolutionierte mit dem Kreislaufgedanken die Nahrungsmittelproduktion und Düngung, mit seinen modernen Analyse- und Arbeitsgeräten das Labor, änderte die Sicht auf Lebensvorgänge in Kritik von der Kirche. Viele grundlegende Erfindungen wie das Chloroform in der Medizin, Mineraldünger, Fleischextrakt bis hin zum Silber-Spiegel u.v.m. gehen auf ihn zurück.

Nichts von einem drögen Museum wir waren begeistert von der Fülle und der Weite Herrn Liebigs Wirkens. Er war ein Visionär und Multiplikator mit mächtigen Unterstützern wie Alexander v. Humboldt. Er schaffte es, das Zentrum der damaligen Chemie von der Sorbonne in Paris nach Gießen zu verschieben.

Nach so viel Geschichte und Informationen entspannten wir uns bei einem hervorragenden Essen im Justus. Auch quasi um die Ecke zu finden und eine klare Empfehlung zum Besuchen.

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Mathematikum

Jetzt sollte uns das Mathematikum einladen. Das ganze Haus war voller Kinder. Aber nicht wie man erwarten könnte, schreiend und jagend durch das Haus. Sondern konzentriert und fröhlich in Auseinandersetzung mit den Exponaten.

Hervorzuheben ist, dass hier nicht gerechnet werden muss, sondern sich Mathematik über das experimentieren der wohl durchdachten Exponate im Begreifen erschließt. Der Bogen reicht von der schwingenden Seite der antiken Griechen als Grundlage europäischer Harmonien bis zum Lösen verschlüsselter Texte am Rechner. Drei Etagen voller Experimente und interessierter Besucher.

Gleich das erste Experiment: Eine Karte der Bundesrepublik mit roten Knöpfen an Stelle der Bundesland-Hauptstädte. Diese galt es nun mit einem Strick bestimmter Länge alle untereinander so zu verbinden, dass einer der kürzesten Wege gefunden wird. Zum Erstaunen des Museumsangestellten löste dieses Räsel SWL Christoph auf Anhieb und ohne großes Überlegen. Das hätte er so bei einem Erwachsenen auch noch nicht gesehen. Auch in diesem Museum schlossen sich interessante Stunden des Wandelns, Experimentierens und Diskutierens an. Zu Abschluss trafen wir uns noch am Besucher-Kaffee und plünderten das kleine Geschäft.

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Wie immer verließen wir als die letzten Besucher das Museum und traten den Heimweg an. Wir sind alle gespannt, welche Ausstellung den nächsten ersten Mai einläd. Die Latte ist auf alle Fälle hoch gelegt.

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