Funkamateure auf dem Weg von und zur ISS

AstronautinKateRubinsEs ist schon Tradition, dass bei der Besatzung der ISS Funkamateure einen Platz haben. Neben den wissenschaftlichen Aufgaben betreiben sie in der Freizeit und nach Verabredungen, die die NASA trifft, Funkbetrieb von der ISS auf dem 2m- oder 70cm –Band aus. Ein wesentliches Programm für den Amateurfunk ist das ARISS-Programm, bei dem Kontakte mit Schulen in aller Welt für die kurze Überflugzeit von knapp 10 Minuten über die jeweilige Region möglich gemacht werden. Schulen und Institute können sich für einen solchen Kontakt bei der NASA bewerben.

Für das Jahr 2017 ist die Bewerberliste bereits geschlossen. Am 15.November wird die ARIS-Organisation in Houston/Texas ihr 20-jähriges Bestehen feiern und auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken können. Nach 115 Tagen im All kehrten am 30.Oktober 2016 drei Besatzungsmitglieder mit einer Landung in Kasachstan gesund und sicher wieder zur Erde zurück. Es waren der Commander der 49. Expedition Anatoly Ivanishin und die Flugingenieure Kate Rubins, KG5FYJ, sowie Takuya Onishi, KF5LKS. Commander Shane Kimborough, KE5HOD und Sergey Ryzhikov sowie Andrey Borisenko warten auf die neuen Besatzungsmitglieder, die am 17. November von Kasachstan starten werden. Startbereit für neue Aufgaben sind Peggy Whitson, KC5ZTD, Thomas Pesquet, KG5FYG und Oleg Novitsky.

Die Astronautin Kate Rubins war der erste Mensch, dem es gelang, DNA in der Schwerelosigkeit des Raumes zu entschlüsseln und sie war an weiteren neuen Studien in der ISS beteiligt. Mit dem Erfolg, eine DNA im All entschlüsseln zu können, sind Astronauten jetzt im Stand, Krankheiten auf der ISS zu diagnostizieren, den Wuchs von Mikroben in der ISS zu beobachten und sie können beurteilen, welche Folgen für die Besatzung der ISS gegebenenfalls auftreten können. In dem Labor im All werden von den Astronauten Hunderte von Experimenten in den Fachgebieten Biologie, Biotechnik und Naturwissenschaften durchgeführt. Ab und zu ist auch mal Zeit für den Amateurfunkbetrieb und eine verabredete Verbindung zu neugierig fragenden Schülern möglich. Mit entsprechender Recherche bekommt man die Termine der Verabredungen mit Schulen o.ä. mit und kann bei dem Überflug über Deutschland die Gespräche mitverfolgen.