Foto DL1HX
Hein, DF6HF, hat immer gute Ideen und neue Spielereien. Während vorne im AFZ die Ausbildung mit Hendrik, DL1HX, läuft, wird im Hinterzimmer gemessen, gelötet, oder einfach geklönt. Diesmal brachte er seinen auf der Interradio erstandenen LW-Empfangskonverter zum Spielen. Schnell war das kleine unscheinbare Kästchen am IC7000 und der großen Antenne angeschlossen.
Foto DL1HX: LW-Konverter
Was ist denn das? Der LW-Empfangskonverter setzt die wirklich langen Wellen von 10 kHz bis 500 kHz auf 10 MHz um. Dann die Frage an die Runde: Was ist denn das jetzt? Klang irgendwie digital und hatte einen verdächtigen, gleichmäßigen Klang. Der Gewinner … DCF-77 war im Wasserfall-Diagramm auf dem PC zu bewundern. Das Programm bot auch gleich die Möglichkeit, das Zeitsignal zu dekodieren und die Differenz zur PC-Uhr auszuweisen.
Es gibt sogar hier eine Szene von Enthusiasten, die sich ganz den langen und längsten Wellen und z. B. QRSS oder JT9 verschrieben haben. Man findet hierzu sehr interessante Informationen z. B. bei DK8KW. Hein zeigte uns ein paar interessante Bilder von Anpassspulen im Fassformat zum mobilen Längstwellenfunken, sensationell und bei DK7FC zu bewundern. Das ist nun etwas ganz außergewöhnliches für uns “normale” OM und man merkt wieder, was für eine gewaltige Spannbreite unser Hobby für uns bereit hält.
Foto DL1HX
Allerdings hat die Physik in diesen Bereichen auch ihren Preis. Auf 8,97 kHz zeigt das Messgerät bei 1 A und 31 kV einen Antennenstrom von 920 mA entsprechend ein ERP von rund 11 mW. Also Wirkungsgrad alleine als Wort ist hier geprahlt. Aber beeindruckend ist das schon, wie auch der Drachen mit 200 m Antenne. Hier brauchen Experimente wirklich Raum. Mit Hilfe des VLF-Grabber von DK7FC kann man sich übrigens mangels eigenen Equipments einen Überblick über die aktuelle Lage der verschiedenen VLF-Bänder verschaffen.


