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Es war der erste Selbstbauabend unter dem Turm, sozusagen der Testballon. Die Lizenzanwärter und andere Interessierte hatten sich einen solchen Abend gewünscht. Auch außerhalb der eigentlichen Ausbildungstermine kann man sich so treffen und sich der praktischen Seite unseres breit gefächerten Hobbys zuwenden.

 

SWL Nils, Hendrik (DL1HX) und Rainer (DF1FRW) packten ihre Meß- und Arbeitsplätze aus. Zwar ist das meiste auch im AFZ vorhanden, aber man arbeitet halt gerne mit eigenem Werkzeug. Jeder hatte seine eigenen kleinen und größeren Projekte mitgebracht, die teils schon Jahre der Bearbeitung harren. Eine gute Gelegenheit, sich bei rauchendem Lötkolben auszutauschen und anderen über die Schulter zu schauen.

 

 

 

 

Kurz nach Anfang kam auch SWL Marcel hinzu und bestaunte Nils Versuch, eine digitale Frequenzweiche/Audioprozessor aus einem ADC-Mikrocontroller--DAC-Gespann zu entwickeln. Grundsätzlich sollte es eine Frequenzweiche sein, welche eine variable Trennfrequenz besitzt (Tiefpass mit einem Frequenzumfang von max. 5-120Hz).

 

 

Eine Überraschung war unser Gast. Frank (DF4FY) hatte den Weg zu uns gefunden. Im Gepäck führte er einige edle Stücke mit. Rainer nahm sie sofort fachmännisch in Augenschein. Seine Augen begannen zu leuchten, als er die mitgebrachten Geräte und Bücher sah. Zu jedem mitgebrachten Gerät oder Buch war eine Geschichte vorrätig, da wurde es für alle interessant.

Das Gerät, das gleich funktionierte, ist ein Portabelgerät der damaligen Marke Trio, später TRIO-Kenwood, ein 2m FM- Transceiver TR-2200, wohl noch mit Quarzen versehen. Man muss erst noch rausfinden ob und welche Kanäle bestückt sind. Die Kanalliste befindet sich wohl unter dem Deckel. Ein bisschen verstaubt aber sonst wie fabrikneu.

Bei dem anderen Gerät handelt es sich um einen kleinen Kurzwellenempfänger aus dem Hause von Max Funke; es ist Rainers Meinung nach wohl der Mikrohet, der (jedenfalls äußerlich) noch einen sehr guten Eindruck macht und anscheinend aus den 50ger-60ger Jahren stammt. Das Gerät wurde in Adenau/Eifel gebaut, wo auch der RX57 und der RX 60 produziert wurde. Dem einen oder anderen OM werden diese Schätzchen sicher bekannt vorkommen. Das Gute daran ist, dass der F12 die Geräte als Leihgabe erhalten hat.