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Für lange Zeit zum letzten Mal können wir am Freitag, 20. März von Nordhessen aus sehen, wie der Neumond sich vor die Sonnenscheibe schiebt und einen großen Teil von ihr (fast 80%) bedeckt.

Um 9.33 Uhr kann man erkennen wie der Mond von rechts her die Sonnenscheibe berührt, um 10.41 Uhr ist dann die maximale Bedeckung erreicht und um 11.52 Uhr verlässt die Mondscheibe am linken Rand die Sonne. Auf den Färöer Inseln und Spitzbergen bedeckt der Neumond die Sonnenscheibe für fast 3 Minuten sogar vollständig. Aber auch in Kassel wird man einen merklichen Abfall der Tageshelligkeit erkennen können. Dabei wird man links neben der Sonne den Abendstern Venus am Tageshimmel mit freiem Auge erkennen können.

Es muss Neumond sein!

Bei einer Sonnenfinsternis fällt der Schatten des Mondes auf die Erde. Das kann natürlich nur bei Neumond passieren. Obwohl alle 29,5 Tage Neumond ist, gibt es nicht jeden Monat eine Sonnenfinsternis, da die Mondbahn um 5 Grad gegen die Erdbahn geneigt ist. Deshalb fällt der Mondschatten meist über oder unter die Erde. Nur zweimal im Jahr steht der Mond bei Neumond auch auf der Höhe der Erdbahn und sein Schatten kann die Oberfläche unseres Planeten treffen. 2015 ist dies im März und September der Fall. Dieses halbjährige Auftreten von Finsternissen gilt aber nur näherungsweise: Wegen der Anziehungskraft unserer Sonne kippt die Mondbahn und die sogenannten Knoten, an denen die Mondbahn die Ebene der Erdbahn durchstößt, bewegen sich dem Mond entgegen. Deshalb finden jedes Jahr die Finsternisse 3 Wochen früher statt.

Sonnenfinsternisse sind häufig auch von Mondfinsternissen begleitet: Zwei Wochen vor und nach einer Sonnenfinsternis kann der Vollmond in den Erdschatten eintreten und verfinstert werden (wie jetzt am 4. April und dann im September). Von Kassel aus kann man aber nur die Sonnenfinsternis am 20.3. und die Mondfinsternis am 28.9. beobachten.

Sonnenfinsternisse sind häufig aber selten zu beobachten

Eine Sonnenfinsternis tritt auf, wenn der Schatten des Neumondes irgendwo auf die Erde auftrifft. Für eine Mondfinsternis muss der Vollmond in den schmaleren Erdschatten eintauchen. Deswegen sind Sonnenfinsternisse um 60% häufiger als Mondfinsternisse. Da aber der Mondschatten immer nur auf einen schmalen Streifen der Erde fällt und eine Mondfinsternis von der gesamten Nachthälfte aus zu sehen ist, sieht man zum Beispiel von Kassel aus eine Sonnenfinsternis viel seltener als eine Mondfinsternis. Auf die nächste von Kassel aus sichtbare Verfinsterung der Sonne müssen wir über 6 Jahre warten!

Beobachtung der Sonnenfinsternis am 20.3.:

Das Schülerforschungszentrum Nordhessen (Parkstr.16) veranstaltet zusammen mit dem Astronomischen Arbeitskreis Kassel, der Albert-Schweitzer-Schule und der Astronomie – AG des Friedrichsgymnasiums am 20.3. von 9.00 – 12.00 Uhr eine Beobachtung der Sonnenfinsternis.

Ab 9.00 Uhr ist das SFN mit der Sternwarte geöffnet. Es gibt Live –Beobachtungen durch Fernrohre, Videoprojektionen von Kassel und Spitzbergen, eine begehbare Lochkamera sowie mehrere „Sonnenfinsternis-Fenster" zur gefahrlosen Beobachtung. Zahlreiche Kurzvorträge und Workshops bieten umfassende Informationen zum Thema.

Zusätzlich hat man die Möglichkeit, einen Livestream von der Sternwarte des SFN zur Sonnenfinsternis im Internet anzuschauen.

http://www.twitch.tv/sfnkassel

Damit könnt Ihr einen Blick auf die verfinsterte Sonne über Kassel anschauen (falls das Wetter mitspielt).

Ein Livestream aus dem Totalitätsbereich (Färöer - Inseln) findet Ihr unter:

http://live.slooh.com/stadium/live/the-total-solar-eclipse-of-2015

(Quelle: Astronomischer Arbeitskreis Kassel)

Ausbildung.Tafel

Wie jeden Dienstag um Sieben Uhr treffen wir uns im AFZ zur Ausbildung. Vorher will aber diesmal Rainers, DF1FRW, neues GT-3TP mit den lokalen Frequenzen programmiert werden. Daily-Build von Chirp wird frisch heruntergeladen und angeworfen. Nach kurzer Irritation findet Hendrik, DL1HX, ("TP" überlesen), den richtigen Typ "BF-F8HP" und kopiert die Frequenzlisten. Wusste gar nicht, dass man die auch blockweise kopieren kann. Aufgespielt und die Kiste läuft.

Die Nummer 1 auf der Wunschliste der Funkamateure ist das Land, in dem bisher nur ein georgischer Funkamateur in 2002 für einige Tage unter dem Rufzeichen P5/4L4FN Funkbetrieb machen durfte. Zähe Verhandlungen wurden damals von amerikanischen und finnischen Funkamateuren, die geschäftlich mit Nordkorea zu tun hatten, massiv unterstützt.

 

Lange schon wünschte man im OV einen Besuch des Heinz Nixdorf Museums in Paderborn. Dem Wunsch entsprechend organisierte Hendrik, DL1HX, eine Gruppenführung 'Kuchen und Technik'. Auch außerhalb der OVe gab es einige Resonanz. Neun Uhr war Abfahrt in Kassel verabredet und man fand sich mobil über Relais oder direkt. Die Autobahn war frei und so gelangten wir ohne Verzögerungen nach Paderborn. Schließlich trafen sich 17 OM, SWL einige Gäste,Interessierte, Familien mit Kindern im großzügigen Foyer des Museums. Schon hier war zu erkennen, was für eine ungeheure Spannbreite an Exponaten und Themen vom Museum beherbergt wird. Von der Tontafel bis zum modernen Computerspiel, viel Geschichte und Geschichten. Gleich musste der Roboter am Eingang Zeichnungen von den Kindern anfertigen.

Prototyp Drallrad

Eine weitere Folge aus der Sendereihe Faszination Amateurfunk ist  online gestellt worden. Hier geht es ins Labor der AMSAT DL wo ein Satellit der Baureihe P3-E auf seinen Transit in den Orbit wartet. Hier ist die Labortür.

 

 

 

 

Abb: Prototyp des Drallrads zur Lageregelung